Über uns

Im Erzbachtal hat Fasnacht Tradition und wurde bereits vor Generationen ausgiebig zelebriert. Doch das Privileg, die Speuzer Fasnacht musikalisch zu bereichern, war lange Zeit nur den Erwachsenen vorenthalten. So erstaunt es nicht, dass 1992 acht Jugendliche entschieden, selber aktiv an der Speuzer Fasnacht teilnehmen zu wollen. Die Geburtsstunde der Junggugge Erzbachgugge Speuz!

Als Probelokal wurde das elterliche Wohnzimmer missbraucht und die schaurig schönen Klänge wurden auf alten, meist sehr verbeulten  Instrumenten, notfalls auch auf einem Gartenschlauch mit Trichter oder Ähnlichem, erzeugt. Die Auftritte beschränkten sich hauptsächlich auf Erlinsbach. Wo wollte man sonst hin? Mit Fahrräder und Mofas kommt man eben nicht so weit.

Was als kleine „Trotzreaktion“ begann, nahm bereits 1993 zum ersten Mal an der Speuzer Fasnacht teil. Die Begeisterung im Dorf war riesig und so kam allmählich etwas ins Rollen, das bis heute unaufhaltbar scheint.

Bis heute ist die Erzbachgugge Speuz zu einem klar strukturierten und top organisierten Verein herangewachsen. In den vergangenen Jahren zählte die Erzbachgugge durchschnittlich 50 Mitglieder, welche sich beinahe 365 Tage im Jahr in irgendeiner Weise mit dem Verein beschäftigten. Das Organisieren des alljährlichen Chacheliballs, der sich mit der Zeit zu einem Magnet für Fasnachts- und Guggenfreunde aus der ganzen Schweiz entwickelte, das Entwerfen der Kostüme, das Arrangieren und Einstudieren der neuen Lieder und und und…

Das Hobby Guggenmusik beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf die Fasnachtstage. So ist die Erzbachgugge ab November bis ein, zwei Wochen nach der Fasnacht nahezu an jedem Wochenende unterwegs, um die Bären in der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland à la Speuzer Manier zum Steppen zu bringen! Im Gegensatz zu früher, ist die EBG nicht mehr mit Pedalkraft und Zwei-Tackter anzutreffen, sondern meistens in einem Car. Bei Destinationen wie Moudon (VD), Neuenburg (NE), Martigny (VS), Visp (VS), Domat/Ems (GR), Altenstadt (D), Lörrach (D) und etliche Innerschweizer Ortschaften bräuchte es auch eine Menge 1-Fränkler um genügend Benzin für die Mofas auftreiben zu können.

Nun nach gut 20 Jahren EBG sind wir noch lange nicht am Ende der Geschichte. Es geht unaufhaltsam weiter und man darf gespannt sein, was noch folgen wird…!

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